Leserbrief zum Bericht: “Kompromiss zum Ausbau der B 51” vom 28.11.2020, Peter Wolter

Der Kompromiss der Stadtplaner mag ehrlich gemeint sein, doch wirkt er eher wie ein hilfloses Beruhigungsmanöver für die kritischen Bürger, die mit Recht befürchten, das künftig rund 15.000 Fahrzeuge zusätzlich durch Münster fahren sollen. Der Autor des Berichtes stellt auch schon richtig die Frage: „Ob diese Planungen überhaupt in Düsseldorf bzw. Berlin Gehör finden werden?“

Das ist genau die Crux, dass die Kommunen anders planen oder auch dagegen sein können, die Entscheidungsträger jedoch machen einfach weiter was sie wollen. Schlimm nur, dass solche Planungen viele Jahre zuvor nach Gutsherrenart in den Bundesverkehrswegeplan rein geschrieben und dann von meist ahnungslosen Bundestagsabgeordneten mit Gesetzeskraft abgesegnet werden. Nun nach fast 30 Jahren Planungszeit zur B 51 stehen jetzt die Mittel zur Verfügung und die Bagger sollen rollen. Mit Verkehrswende oder gar Klimaschutz hat das 2020 überhaupt nichts zu tun!

Man kann nur hoffen, dass aufgrund des Widerstandes der Bevölkerung sowie den betroffenen Kommunen Scheuer und Co. In Berlin kalte Füße bekommen und das Ding 1. Klasse beerdigen. Die Menschen in der Region haben nichts von dem Projekt, außer einer gigantischen Landschaftszerstörung und mehr Lärm und Dreck vor der Tür. Alles nur, um den zusätzlichen Verkehr von der A3 von Emmerich durch das Münsterland zur A1 und weiter zur A2 nach Rheda-Wiedenbrück zu leiten. Anstatt den vierspurigen Ausbau von Handorf bis nach Mauritz zur Lenkung der LKW´s mit Millionen Geldern auszubauen, bedarf es nur ein paar Verbotsschilder, um den lästigen LKW-Verkehr von Handorf weg auf der B 51 zur Fahrt Richtung A1 nach Greven zu belassen.

Peter Wolter
Saarstraße 10
48145 Münster