Unsere Positionen

Die Bürgerinitiative B 51 Handorf-Mauritz e.V. lehnt den geplanten vierspurigen, autobahnartigen Ausbau der B 51 von Münster nach Telgte ab. Wir engagieren uns für eine moderne Verkehrsplanung, die klimafreundlich und naturverträglich angelegt ist. Darin werden alle Verkehrsträger und Nutzergruppen berücksichtigt.

Unser Ziel ist es, durch vielfältige und vernetzte Mobilitätsangebote den KFZ-Verkehr zu reduzieren und einen Gewinn an individuell gestaltbarer Mobilität mit Rad, Bus und Bahn zu erreichen. Daher fordern wir den Ausbaustopp und eine Neuplanung.

Als Bürgerinitiative sind wir parteipolitisch unabhängig. Allerdings ergreifen wir Partei für unser Anliegen. Dazu sprechen wir sachlich und faktenorientiert mit allen Akteuren, gesellschaftlichen Gruppen und Parteien. Wir nutzen möglichst alle Kommunikationskanäle und Aktionsformen, um uns verständlich und auf unser Anliegen aufmerksam zu machen.

Uns ist bewusst, dass wir als Bürgerinitiative Handorf-Mauritz e.V. allein wenig ausrichten können. Daher kooperieren wir mit allen Initiativen, Verbänden und Organisationen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Verkehrswende von Münster bis Gütersloh voran zu bringen.

Unsere Ziele

1. Planungs- und Ausbaustopp der B 51 (Moratorium) der vorliegenden Ausbauplanungen für drei bis fünf Jahre

Wir verlangen:

  • sofortiger Planungsstopp des vorgezogenen vierspurigen Ausbaus von MS nach Handorf (nächste Ausbaustufe)
  • Erhalt der Bundesstraße und kein drei km langes Autobahnteilstück als reine Kraftfahrstraße im Außenbereich von Münster
  • Ausgabenstopp von Steuermitteln für veraltete Ausbaupläne
  • Revision der einseitig KFZ-orientierten Verkehrsprognosen und unhaltbaren Wirtschaftlichkeitsberechnungen
  • Rückstufung des Ausbauvorhabens in der Bedarfsplanung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) zugunsten einer Neubewertung

2. Neuplanung der gesamten Ostmünsterlandverbindung B 51/64n als Modellprojekt der Region für eine Verkehrswende

Wir verlangen:

  • Mitwirkung der Kommunen, Verbände und der Bürger*innen am Planungsprozess
  • die Integration und Vernetzung aller Verkehrsträger für eine vielfältige und effiziente Mobilität im Stadtgebiet von Münster und darüber hinaus
  • die vorrangige Förderung des Umweltverbunds aus Rad-, Bus- und Bahnverkehr zur Erreichung der klima- und verkehrspolitischen Ziele von Bund, Land und der Stadt Münster
  • einen verantwortungsvollen Einsatz von Steuermitteln durch Investitionen in optimierte Rad(schnell)wege, in die Leistungs­steigerung der Bahnlinie und in Buslinien zur Erschließung der Fläche
  • Rücksicht auf die Bedürfnisse der Nutzer, der Landwirtschaft und auf den Landschaftsschutz, vor allem in Bezug auf einen maßvollen Flächenverbrauch und den Erhalt ökologisch wertvoller Flächen

So geht´s

Ein Aufschub der bisherigen Planungen ist möglich! Der Gesetzgeber kann Änderungen im Bundesverkehrswegeplan vornehmen, wenn es aufgrund von Änderungen der Verkehrsstruktur und verfügbaren Finanzmitteln erforderlich ist. Diese Voraussetzungen sind gegeben!

Mit dem Votum der Stadt Münster und weiterer Kommunen und Initiativen entlang der B 51/64n können wir erreichen, dass der Verkehrsausschuss des Bundestages darin bestärkt wird, bei der Revision des Fernstraßenausbaugesetzes in 2021 die Ausbauplanungen der B 51/64n bis zur Wiedervorlage in 2026 zurückzustellen (Moratorium).

Zugleich soll diese Zeit genutzt werden, um die aktuellen Möglichkeiten und Chancen einer Verkehrswende als lebenswerte Alternative für eine neue individuelle Mobilität zu entwickeln (Neuplanung).